Wirtschaftsministerin besucht die Firma Handtmann - 11.5.19

Nicole Hoffmeister-Kraut spricht mit dem Geschäftsführer über die Herausforderungen der Gegenwart

Im Gespräch bei Handtmann: Robert Fiesel, Christian Jäger, Hermann Hahn, Wolfgang Schmidt, Ministerin Nicole Hoffmeister-Kraut, Landrat Heiko Schmid, Thomas Handtmann, Jörg Hochhausen, Thomas Dörflinger und Ralf Miller. (Foto: Corinna Rosa)

Biberach - Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, hat den Wahlkreis Biberach auf Einladung des Landtagsabgeordneten Thomas Dörflinger (CDU) besucht. Eine Station war die Firma Handtmann in Biberach. Ministerin Hoffmeister-Kraut nutzte die Gelegenheit zu einem Gespräch zu aktuellen Themen und zu den Herausforderungen heimischer Unternehmen, gerade im Bereich der Automobilzulieferung.

Die Firma Handtmann konnte in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich ihren Umsatz sowie auch ihre Mitarbeiterzahl steigern, teilt die Firma mit. Damit verbunden seien stets hohe Investitionen und stetige Innovationen, um sich den Herausforderungen und den multiplen Veränderungen der Zukunft, beispielsweise denen der Elektromobilität und deren Auswirkungen auf Zuliefererbetriebe, stellen zu können.


Dabei sei, erklärt Jörg Hochhausen, Geschäftsführer der Handtmann Service GmbH & Co. KG, immer mehr ein Strukturwechsel hin zum Systemlieferanten erkennbar. Der Kunde wünsche ein Komplettpaket und das am besten aus einer Hand. Für die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen gebe es mehrere Aspekte, die berücksichtigt werden müssten. So zum Beispiel Punkte wie eine steigende Qualifizierungsnotwendigkeit und die Mittelsteuerung verbunden mit der grundlegenden Frage: „Wo wird investiert.“

Auch die Ministerin sieht im Transformationsprozess der baden-württembergischen Automobilindustrie eine große Herausforderung. „Mit dem Start des Strategiedialogs Automobilindustrie wurden vom Land Baden-Württemberg die Weichen gestellt, um Innovationspotenziale zu eröffnen. Im engen Schulterschluss von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Arbeitnehmerverbänden, Verbraucherorganisationen, Umweltverbänden und Zivilgesellschaft sollen Projekte, Maßnahmen und Konzepte erarbeitet werden, um Lösungsansätze für die Zukunft der Automobilwirtschaft und der Mobilität in Baden-Württemberg zu schaffen“, sagte die Ministerin in Biberach.

„Es ist enorm wichtig, dass die Politik gerade auch die mittelständischen Unternehmen durch gute Rahmenbedingungen in diesem Transformationsprozess unterstützt. Denn hierbei geht es um nichts Geringeres als den Erhalt von Arbeitsplätzen und Wohlstand in unserer Region“, ergänzte der Landtagsabgeordnete Dörflinger.

Andere wichtige Punkte seien die Themen Infrastruktur und Flächengewinnung. Für Bauaktivitäten sei, sagte Hochhausen, eine rasche und kostengünstige Erschließung erforderlich. Auch die Genehmigungsprozesse müssten schneller und einfacher funktionieren. Weitere Themen, die in der Diskussionsrunde angesprochen wurden, waren beispielsweise der Klimawandel, Dieselfahrverbote und die Energiewende. Hierzu unterstrich die Ministerin, dass es ihr ein großes Anliegen sei, sich ganz für Entscheidungen im Sinne einer Nachhaltigkeit auf Landesebene einzubringen. Hierbei müsse man ökonomisch, sozial und ökologisch agieren. Alle drei Aspekte müssten dabei gleichermaßen berücksichtigt werden. Zum Abschluss des Besuchs bei der Firma Handtmann wurde gemeinsam die Produktion im Bereich Druckguss besichtigt.

Copyright Schwäbische Zeitung - Ausgabe Biberach vom 11.5.2019