Hoffnung für Meisterprämie? - 26.4.2019

Positive Signale aus der CDU-Landtagsfraktion

Die Beratungen zum nächsten Doppelhaushalt 2020/2021 des Landes werden konkreter, die Landtagsfraktionen positionieren sich und legen ihre Schwerpunkt für die kommenden Jahre fest. Der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) setzt sich mit Nachdruck für die Einführung einer Meisterprämie von mindestens 1.500 Euro ein. Diese Förderung sei auf dem Weg zur Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung ein entscheidender Schritt. Die Prämie wäre eine Leistung, die jetzt im Landeshaushalt eingeplant und mit der Mehrheit der Koalitionsfraktionen CDU und Grüne verabschiedet werden müsste. Der richtige Zeitpunkt für die Deutsche Handwerkszeitung (DHZ), um beim handwerkspolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Thomas Dörflinger MdL, nachzuhaken, wie der letzte Stand in Sachen Meisterprämie ist.

DHZ: Bisher waren die Signale aus der CDU eher verhalten, was eine schnelle Einführung der Prämie angeht. Hat sich das geändert?

Dörflinger: Grundsätzlich ist für uns schon lange klar, dass wir die Meisterausbildung insgesamt attraktiver gestalten wollen. Bisher haben wir darauf gesetzt, dass der Bund aktiv wird, was auch im Koalitionsvertrag vereinbart war. Nachdem in Berlin nun bisher nichts passiert ist, sehen wir, dass wir selbst handeln müssen. Denn wir nehmen das Handwerk und seine Positionen ernst und möchten ein starkes Zeichen der Wertschätzung setzen.

DHZ: Das heißt, die Nachwuchskräfte im Handwerk können sich Hoffnung auf die Einführung der Meisterprämie in Baden-Württemberg machen?

Dörflinger: Noch kann ich nichts versprechen, doch wir sind auf einem guten Weg. Konkret bedeutet dies, dass wir mit dem kommenden Doppelhaushalt eine Meisterprämie von 1.500 Euro einführen wollen. Der CDU ist die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung sehr wichtig. Deshalb gehen wir nun bei der Meisterprämie voran. Ich bin zuversichtlich, dass wir dies hinbekommen.

© Deutsche Handwerks Zeitung (DHZ), Ausgabe 8 vom 26.4.2019