Dachdecker äußern Wünsche an die Politik - 12.11.22

Dialogreihe des Dachdeckerhandwerks BW mit dem Landtagsabgeordneten Thomas Dörflinger

Florian Jentsch (v. l.) und Frank Hellgoth sagten im Gespräch mit dem Abgeordneten Thomas Dörflinger, welche Wünsche an die Politik die Branche umtreiben. (Foto: Dachdeckerhandwerk BW)

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Biberach


Der Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Baden-Württemberg hat eine politische Dialogreihe mit dem verkehrs- und handwerkspolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Thomas Dörflinger, begonnen. Obwohl der Abgeordnete seinen Wahlkreis Biberach wie seine Westentasche kennt, bot der Dialog in 65 Meter Höhe auf dem Turm der Stadtpfarrkirche St. Martin doch neue Perspektiven.

Laut einer Mitteilung des Innungsverbands ging es in dem Gespräch mit dem Biberacher Dachdecker und Ingenieur Frank Hellgoth und Florian Jentsch, Landesgeschäftsführer des Dachdeckerverbands, vorrangig um die Situation des Dachdeckerhandwerks im Land. „Gut gemeinte politische Ziele wie der Klimaschutz dürfen nicht an einem Fachkräftemangel scheitern“, so Hellgoth. Sein Betrieb sei - wie viele andere - davon betroffen. Ein Grund dafür sieht er im Image des Handwerks bei vielen Schülern und Eltern. Dabei sei eine Karriere im Handwerk eine der sichersten Zukunftsperspektiven, schreibt der Verband. Das müsse noch deutlicher bereits in Schulen hervorgehoben werden. „Ohne Dachdecker klappt der Klimaschutz nicht“, ergänzte Jentsch. „Als eines der wenigen Gewerke sind wir Spezialisten für Energieeinsparung und Energieerzeugung zugleich.“

Ein weiteres Thema waren die Förderungen: „Solaranlagen auf unsanierte Dächer zu bauen ist unter dem Gesichtspunkt der Energiebilanz eine Nullnummer“, so Jentsch. Zum Thema Entsorgung und Recycling von Baustoffen bat Hellgoth den Abgeordneten, sich für einen punktuellen Bürokratieabbau einzusetzen: „Wir Handwerker und der Klimaschutz werden oft unnötig durch die Bürokratie ausgebremst.“

Dachdecker kümmern sich um die energetische Optimierung der gesamten Gebäudehülle - also auch der Fassade. „Das Dachdeckerhandwerk ist fest mit der Energiewende verbunden. Das Angebot geht dabei weit über das eigentliche Dach hinaus.“ Auch Dach- und Fassadenbegrünungen gehören ebenso wie modernste Solartechniken auf Dächern zu den Themen dieser Branche.

In der Gesprächsreihe „Dachdeckerhandwerk BW im Dialog“ sucht der Innungsverband das Gespräch mit Kommunal- und Landespolitikern. Ziel ist es, für Verständnis und Unterstützung für das Handwerk zu werben.

Copyright Schwäbische Zeitung - Ausgabe Biberach vom 12.11.2022

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