Schnelles Internet: Landkreis erhält gut 13 Millionen Euro Zuschuss - 8.2.20

Der Bau des Breitbandnetzes zwischen den Städten und Gemeinden soll im März beginnen

Der Landtagsabgeordnete Thomas Dörflinger (von links) und der Biberacher Landrat Heiko Schmid nahmen von Innenminister Thomas Strobl den Förderbescheid über mehr als 13 Millionen Euro für das überörtliche Breitbandnetz im Kreis entgegen. (Foto: Steffen Schmid)

SZ - Kreis Biberach
Gut 13 Millionen Euro an Landesförderung erhält der Landkreis Biberach aktuell für den Ausbau des überörtlichen Breitbandnetzes. Den Förderbescheid erhielt Landrat Heiko Schmid am Freitag in Stuttgart von Innenminister Thomas Strobl (CDU). „Als Kreis bauen wir die schnellen Glasfaserverbindungen zwischen den 45 Städten und Gemeinden“, sagte Schmid. Für die mehr als 600 Kilometer an Leitungen sind Gesamtkosten von rund 32 Millionen Euro veranschlagt. Eine erste Finanzspritze war bereits früher bewilligt worden, sodass die Gesamtförderung mehr als 15,5 Millionen Euro beträgt. „Das tut uns richtig gut“, sagte Schmid.

Die Gemeinden erhalten Übergabepunkte und können von da aus selbst mit dem innerörtlichen Ausbau weitermachen, für den bereits Planungen vorliegen. „Schätzungsweise werden damit Investitionen von 300 bis 500 Millionen Euro in den Breitbandausbau in unserem Landkreis ausgelöst“, wird Schmid in einer Pressemitteilung des Landratsamts zitiert. In Stuttgart nahm der Landrat auch gleich die Förderbescheide für den innerörtlichen Ausbau des Breitbandnetzes in Uttenweiler (57 021 Euro) und Attenweiler (11 748 Euro) in Empfang. Außerdem erhält die Stadt Bad Schussenried einen Zuschuss von 58 680 Euro.

Die Firma Leonhard Weiss soll Anfang März mit der Trasse von Laupheim nach Erolzheim beginnen. Parallel dazu plant der beauftragte Generalunternehmer in diesem Jahr eine weitere Trasse von Laupheim über Schemmerhofen, Bad Buchau und die Federseegemeinden nach Bad Schussenried. In den folgenden Jahren sind die Trassen im Illertal und im nordwestlichen Teil des Landkreises für den Bau und den Kabeleinzug in bereits vorhandene Leerrohre vorgesehen. Das überörtliche Backbonenetz soll nach heutigem Stand Ende 2022 fertig sein. Zurzeit laufen mit den Städten und Gemeinden und der Stabsstelle Breitband im Landratsamt Koordinationsgespräche zu dem Bauvorhaben. Die Kommunen können entlang der überörtlichen Trasse Hausanschlüsse herstellen lassen.

Ländlicher Raum braucht Netz
Der Biberacher Landtagsabgeordnete Thomas Dörflinger (CDU) sagte: „Für unseren ländlich geprägten Landkreis Biberach ist die flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet enorm wichtig. Der Ausbau durch die Gemeinden in Kombination mit der Umsetzung des Backbonenetzes durch den Landkreis ist der zielführende Weg zum Lückenschluss.“ Er sei froh, dass sich dieser Mix in der Landesförderung widerspiegle. Insgesamt übergab Strobl, wie im überregionalen Teil bereits kurz berichtet, 146 Förderbescheide über insgesamt 92,8 Millionen Euro.

Copyright Schwäbische Zeitung - Ausgabe Biberach vom 8.2.2020

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