Bei vielen Brücken im Kreis stehen Sanierungen an - 11.3.20

Land stellt dauerhaft Fördermittel für kommunale Brückensanierungen bereit

sz - Landkreis Biberach

Viele Brücken im Land sind in die Jahre gekommen. Spätestens, wenn diese gesperrt oder nur noch eingeschränkt befahrbar sind, wird deren Bedeutung für die Leistungsfähigkeit der Verkehrswege offensichtlich. Der Landtagsabgeordnete Thomas Dörflinger (CDU) hat nun mit einer Kleinen Anfrage den Zustand der Brücken im Landkreis Biberach abgefragt, wie das Wahlkreisbüro des Landtagsabgeordneten in einer Pressemeldung mitteilt. Unter den Projekten, die noch in diesem Jahr realisiert werden sollen, ist auch ein Ersatzneubau in Schwendi. Dort soll die Brücke über die Weihung in der Weihungstraße in Weihungszell erneuert werden. Die Gesamtkosten betragen 432 400 Euro, der Zuschuss 157 800 Euro.


Die Antwort des Verkehrsministeriums zeige, dass im Landkreis keine Brücke, die in die Zuständigkeit beziehungsweise Auftragsverwaltung des Landes fällt, derzeit als „sanierungsbedürftig“ eingestuft wird. Als „mittelfristig sanierungsbedürftig“ werde nur die Kanzachbrücke bei Bad Buchau-Kappel bewertet, was einer Zustandsbewertung von „Nicht ausreichend“ entspreche. „Es ist eine gute Nachricht, dass der Ersatzneubau der Kanzachbrücke mit Gesamtkosten von 800 000 Euro noch in diesem Jahr vom Land realisiert werden soll“, so Dörflinger. Die Zustandsbewertung des Ministeriums zeige aber auch, dass in den kommenden Jahren mit weiterem Sanierungsbedarf gerechnet werden müsse. Denn bei elf von insgesamt 92 Brücken an Landstraßen und 27 von insgesamt 124 Brücken an Bundesstraßen im Landkreis werde der Zustand nur als „Ausreichend“ eingestuft. Darauf müsse die Politik gefasst sein.


Saniert werden müssen auch Brücken, für die die Gemeinden, Städte und der Landkreis zuständig sind. „Für die Kommunen sind die teuren Instandsetzungsmaßnahmen von Brücken oft eine große Herausforderung. Wichtig ist mir, dass das Land den Gemeinden, Städten und Landkreisen dauerhaft Fördermittel für die Instandhaltung von Brücken bereitstellt“, so Dörflinger. Er begrüße es daher sehr, dass seit Beginn des Jahres auch die Ertüchtigung und der Ersatzbau von kommunalen Brücken über das Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) gefördert werden. Das sei eine vorausschauende Politik, damit die Kommunen ihre Brücken rechtzeitig sanieren können, um später notwendig werdende höhere Kosten zu vermeiden.


Der in den Jahren 2017 bis 2019 vom Land bereitgestellte Kommunale Sanierungsfonds Brücken wurde zum Jahresbeginn in die Novelle des LGVFG aufgenommen. Somit stehen nun dauerhaft Fördermittel für Instandhaltungsmaßnahmen von kommunalen Brücken bereit, wobei der Regelfördersatz 50 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten beträgt.

Copyright Schwäbische Zeitung - Ausgabe Laupheim vom 12.03.2020

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