Biberach erhält Zuschlag für Heimattage 2023 - 11.3.20

Stadt bekommt dafür einen Zuschuss von 200 000 Euro – Freude bei OB und CDUFraktion

Von Internationalität über Literaturgrößen, von Spitzensport bis Tradition – all das soll bei den Heimattagen 2023 in Biberach seinen Platz finden, für die die Stadt am Dienstag den Zuschlag erhalten hat. (Foto: Mägerle/Strohmaier/Priebe)

sz/gem - Stuttgart/Biberach

Die Stadt Biberach hat den Zuschlag für die Ausrichtung der Heimattage Baden-Württemberg im Jahr 2023 erhalten. Dies teilte Landtagsabgeordneter Thomas Dörflinger (CDU) mit Verweis auf die Kabinettssitzung am Dienstagnachmittag mit. Dort hatte das Staatsministerium die Entscheidung bekannt gegeben.


„Das ist eine gute Nachricht für die Stadt Biberach, die mit ihrem sehr guten Konzept überzeugt hat. Ich freue mich auf ein spannendes und abwechslungsreiches Programm, das alle Menschen in Biberach zusammenbringt und die Verbundenheit mit unserer Heimat weiter kräftigt. Wer Schützenfest kann, kann auch Heimattage“, wird Thomas Dörflinger in einer Pressemitteilung zitiert.


Das Land fördert die Heimattage Baden-Württemberg jährlich mit einem Zuschuss von 200 000 Euro. Seit 1978 werden jedes Jahr von einer Kommune oder einem kommunalen Zusammenschluss im Land die Heimattage ausgerichtet. Mit den Heimattagen soll das Verständnis für die Heimat vertieft und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Menschen in Baden-Württemberg gestärkt werden. Die Ausgestaltung und Organisation liegt in den Händen der ausrichtenden Kommune. Fachlich begleitet wird sie dabei vom Landesausschuss Heimatpflege Baden-Württemberg, in dem die Verbände der ehrenamtlichen Heimatpflege und die für Heimatpflege zuständigen Landesbehörden vertreten sind.


Der Biberacher Bewerbung war eine längere kommunalpolitische Diskussion vorausgegangen. Während der OB und die CDU-Fraktion bereits Ende 2018 eine Bewerbung favorisierten, gaben sich die anderen Ratsfraktionen zunächst zurückhaltend bis ablehnend. Erst Ende Januar 2019 entschied sich der Rat mit 16:11 Stimmen dann doch für eine Bewerbung. Freude herrschte deshalb am Dienstag über die Entscheidung aus Stuttgart bei Oberbürgermeister Norbert Zeidler: „„Ich freue mich sehr, dass wir vom Staatsministerium Baden-Württemberg ausgewählt wurden, um die Heimattage Baden-Württemberg im Jahr 2023 auszurichten. Nachdem wir auf unsere Bewerbung viele positive Rückmeldungen erhalten haben, kam der Zuschlag für uns nicht ganz überraschend.“ Biberach sei eine Stadt, in der sich Heimatverbundenheit und Tradition mit Innovationskraft und Weltoffenheit verbinden, so der OB. „Ganz in diesem Sinne wollen wir einen modernen Begriff von Heimat ins Zentrum der Heimattage 2023 rücken und hoffen darauf, viele Gäste aus dem ganzen Land und darüber hinaus hier bei uns in Biberach begrüßen zu dürfen. 2023 werden wir die ,kleine, starke und oberschwäbische Landeshauptstadt’ sein.“


Glücklich zeigte man sich auch bei der CDU. „Die CDU-Fraktion freut sich, dass ihr Antrag, diese Landesveranstaltung nach Biberach zu holen, nun positiv entschieden worden ist“, schreibt Fraktionsvorsitzender Johannes Walter. „In den aktuell schwierigen Zeiten ist dies eine gute Botschaft. Ganz im Sinne unseres Antrags, den Heimatbegriff auf Höhe der Zeit inklusive aktueller Strömungen zu betrachten. Biberach kann das leisten!“


Ziel der Heimattage ist es, das Verständnis für Heimat und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Bürger aus allen Teilen Baden-Württembergs zu vertiefen. Die Heimattage erstrecken sich jeweils von Mai bis Oktober. Neben einem Baden-Württemberg-Tag im Mai und den Landesfesttagen im September mit einem großen Festzug, der im Fernsehen übertragen wird, sollen in der Zeit dazwischen laut Leitbild der Heimattage verschiedene Veranstaltungsformate und Themenwochenenden stattfinden. Biberach war bislang noch nie Gastgeber der Heimattage. Die Stadt kalkuliert mit einem Gesamtbudget von 700 000 bis einer Million Euro.

Copyright Schwäbische Zeitung - Ausgabe Biberach vom 11.03.2020

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