Steigende Ausbildungszahlen im Orgelbau - 20.9.19

Der Landtagsabgeordnete Thomas Dörflinger informiert sich in Oberessendorf über die Situation im Handwerk

Am Modell zeigt Orgelbaumeister Eduard Wiedenmann dem Abgeordneten Thomas Dörflinger die Funktionsweise einer Orgel. (Foto: privat)

Oberessendorf - Der Biberacher Landtagsabgeordnete Thomas Dörflinger, handwerkspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag, hat die Orgelbauwerkstatt von Eduard Wiedenmann in Oberessendorf besucht. Wie es in einer Mitteilung heißt, ist dies der einzige Betrieb dieser Branche im Landkreis Biberach, er besteht seit 40 Jahren. Die beiden Söhne des Inhabers, der eine Orgelbaumeister, der andere Schreinermeister, arbeiten ebenfalls im Betrieb. Hinzu kommen zwei freie Mitarbeiter und neuerdings wieder ein Auszubildender.

Dörflinger fragte gezielt nach Fachkräfte- und Nachwuchskräftemangel. „Auch in unserer Branche spüren wir den Fachkräftemangel deutlich, jedoch habe ich den Eindruck, dass der Orgelbau derzeit wieder interessanter für den Nachwuchs wird“, sagte Holger Wiedemann. Vielleicht trage dazu das Medienecho bei, seitdem der Orgelbau und die Orgelmusik als immaterielles Kulturerbe anerkannt wurden. Dörflinger sagte: „Einen ähnlich positiven Zuwachs wünsche ich mir auch für die vielen anderen tollen Handwerksberufe. Eine Ausbildung im Handwerk kann unglaublich vielfältig sein und es gibt zahlreiche spannende Sparten.“

Den Wiedenmanns gefällt die Vielseitigkeit: der Umgang mit Holz und anderen Materialien sowie das Zusammenspiel von Tradition, Kunst, Technik und Klanggespür. Gerade arbeiten sie an einer Orgel vom Typ Süddeutscher Barock, die ab November in Baindt zu hören sein soll.

Copyright Schwäbische Zeitung - Ausgabe Biberach vom 20.9.2019

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