Metzger ist ein Magnet für Einkäufer - 30.7.19

Geld aus dem Programm ELR ist in die Region geflossen - der Abgeordnete Thomas Dörflinger schaut, was mit den Mitteln passiert ist

Markus Maier informiert den CDU-Landtagsabgeordneten Thomas Dörflinger und Schwendis Bürgermeister Wolfgang Späth über seine Produkte. (Foto: Bernd Baur)

Von Bernd Baur

Bußmannshausen - Mit jährlich 75 Millionen Euro fördert das Land Baden-Württemberg die strukturelle Entwicklung ländlich geprägter Gemeinden und Dörfer. Über das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) werden die Gelder an die Antragsteller verteilt. In welcher Weise diese staatliche Förderung dann in die jeweiligen Projekte einfließen, davon hat sich der CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Dörflinger gestern ein Bild gemacht. Er besuchte verschiedene Handwerksbetriebe und Firmen im Verbreitungsgebiet der Schwäbischen Zeitung Laupheim, die ELR-Gelder erhalten haben. So auch die Metzgerei Ochsen in Bußmannshausen. Inhaber Markus Maier hatte im letzten Jahr ein Anbauprojekt an die bestehende Metzgerei und den Gasthof fertiggestellt. Als Herzstück der Maßnahme ist ein neuer Verkaufsraum für die Metzgerei entstanden. 49.120 Euro als ELR-Fördergelder für die Gesamtmaßnahme wurden über das Regierungspräsidium Tübingen zugesagt. „Der Laden ist eine Visitenkarte“, war Thomas Dörflinger beeindruckt von dem, was Metzgermeister Markus Maier mit seinem Bauprojekt umgesetzt hat. Vor allem sei es ein wichtiger Beitrag für die Grundversorgung der Menschen im Dorf. Dieser Bereich zur Verbesserung der Nahversorgung ist bei der Vergabe der ELR-Gelder der zweite große Schwerpunkt nach den Projekten zur Schaffung von neuem Wohnraum durch eine Innenverdichtung in ländlichen Kommunen, erklärte Dörflinger.


Nach einem Rundgang durch die Metzgerei Ochsen und den Gasthof, beides in der dritten Generation von der Familie Maier geführt, sagte Dörflinger. „Es ringt mir viel Respekt ab, wie sie die Metzgerei und nebenher noch die Wirtschaft betreiben.“ Dass dies mit einigen Anstrengungen verbunden ist, ließ Markus Maier im Gespräch mit Thomas Dörflinger wissen. „Der neue Laden wird sehr gut angenommen, wir sind voll zufrieden“, sagte der 39-Jährige. Nahezu alles, was in der Metzgerei verkauft werde, entstamme der eigenen Produktion, „die Kunden schätzen dies und etliche kommen aus dem näheren Umkreis von Bußmannshausen“. Und doch hat Metzgermeister Markus Maier mit einem Problem zu kämpfen: Geeignetes Personal zu finden ist schwierig. „Ich würde gerne eine Metzger-Fachkraft oder einen Auszubildenden einstellen, aber es findet sich niemand“, bedauert er. Diese Schwierigkeiten kennt Thomas Dörflinger gut, nicht zuletzt durch seine Arbeit als handwerkspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im baden-württembergischen Landtag. An gewissen Stellschrauben werde gedreht und die Politik versuche, die Rahmenbedingungen zu verbessern, „aber ich kann ihnen leider keine Fachkraft besorgen“.

Copyright Schwäbische Zeitung - Ausgabe Laupheim vom 30.7.2019

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