Das Dorf wünscht eine Abbiegespur - 9.11.2919

Ziel: Mehr Sicherheit auf der Landstraße von Schönebürg nach Gutenzell-Hürbel

Bürgermeisterin Monika Wieland und MdL Thomas Dörflinger begutachten die Kreuzung am Ortsausgang von Hürbel. (Foto: Tobias Rehm)

Von Tobias Rehm


Gutenzell-Hürbel - Der Landtagsabgeordnete Thomas Dörflinger (CDU) hat am Donnerstag die Gemeinde Gutenzell-Hürbel besucht. Er ließ sich das Schloss Hürbel zeigen, war zu Gast bei der Firma Estho, tauschte sich mit Vereinsvorständen und dem Gemeinderat aus und sprach mit Jugendlichen. Nicht fehlen durfte zudem ein Abstecher an die Kreuzung der Landesstraße 265 und der Schönebürger Straße am Ortsausgang von Hürbel. Die Gemeinde hofft hier seit Jahren auf eine Linksabbiegespur, um diese Stelle zu entschärfen. Thomas Dörflinger sicherte beim Vor-Ort-Besuch seine Unterstützung für das Vorhaben zu.

Bürgermeisterin Monika Wieland spricht von einem „großen Gefahrenpunkt“, als sie mit Dörflinger und einem Teil des Gemeinderats an der vielbefahrenen L 265 steht. Die Straße führt von Schönebürg nach Reinstetten. Zwei Mal gibt es für den aus Schönebürg kommenden Verkehr die Möglichkeit, links nach Hürbel abzubiegen.

Unfallschwerpunkt ist vor allem die obere Kreuzung, wo sich die Gemeinde seit Jahren eine Verbesserung der Situation wünscht. „Die Leute bremsen zum Teil abrupt ab, der nachfolgende Verkehr erkennt das oft zu spät“, schildert Wieland das Problem. Auffahrunfälle seien die Folge, auch weil viele an dieser Stelle zu schnell unterwegs seien. Schilder, die auf den abbiegenden Verkehr hinweisen, gebe es ebenso wenig wie ein Tempolimit.

Bereits 2003 sei die Abbiegespur Thema bei einer Verkehrsschau gewesen, erzählt die Bürgermeisterin. Das Projekt sei seinerzeit zwar befürwortet worden, 16 Jahre lang aber praktisch nichts passiert. Jetzt habe sie erneut eine Verkehrsschau beantragt. Dörflinger rät Wieland, nach der Verkehrsschau sich nochmals beim Regierungspräsidium zu melden und ihn auf dem Laufenden zu halten, zumal er verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion sei. „Es scheint keine Riesenmaßnahme zu sein.“ Ob und wann Geld für ein solches Projekt zur Verfügung stehe, komme immer auf dessen Größe an. „Im Topf ist mehr Geld als in den Vorjahren, aber natürlich immer noch zu wenig“, so Dörflinger. Gemeinderat Joachim Fels bekräftigt nochmals: „Es wäre echt wichtig, dass hier etwas passiert. Es kommt oft zu brenzligen Situationen.“

Anschließend geht es für die kleine Delegation zum Metallbauunternehmen Estho, das in Hürbel Drehteile und Edelstahlgeländer herstellt. Thomas Schlachter gründete die Firma 1990 in Zillishausen, im vergangenen Jahr übergab er sie an seine Söhne Michael und Martin. Mittlerweile hat der Betrieb 15 Mitarbeiter. Thomas Schlachter berichtet - trotz einer gerade erst fertiggestellten neuen Halle - von Erweiterungsplänen auf einem angrenzenden Grundstück und vollen Auftragsbüchern. Michael und Martin Schlachter zeigen Dörflinger den Betrieb, Themen wie die Konkurrenz aus Asien und die Vermarktung im Internet werden angeschnitten, auch die Herausforderung, neue Mitarbeiter zu finden, wird angesprochen. „Der Fachkräftemangel ist eklatant“, weiß Dörflinger. Dabei seien die Ausbildungszahlen im Handwerk steigend. „Das Problem ist vielmehr, dass zwei Drittel davon das Handwerk während ihrer beruflichen Laufbahn wieder verlassen.“ Dann geht es für Dörflinger weiter. Im Gemeindehaus Hürbel warten Vereinsvertreter und Gemeinderäte versammelt.

Copyright Schwäbische Zeitung - Ausgabe Laupheim vom 9.11.2019

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