"Prachtbursche" für den Notfall - 17.9.19

Schemmerhofer Feuerwehr nimmt neues Fahrzeug entgegen – Wofür es gebraucht wird

Pfarrer Kilian Krug hat das neue Hilfeleistungsfahrzeug der Schemmerhofer Feuerwehr gesegnet. (Foto: Gerhard Rundel)

Von Gerhard Rundel

Das neue Hilfeleistungsfahrzeug (HLF 10) der Freiwilligen Feuerwehr Schemmerhofen hat am Sonntagvormittag den kirchlichen Segen von Pfarrer Kilian Krug erhalten und wurde offiziell übergeben. Seit einigen Wochen steht das HLF 10 für Einsätze in der Gemeinde Schemmerhofen bereit.

Mit einem von Pfarrer Kilian Krug zelebrierten Festgottesdienst in der Mühlbachhalle hat der Tag begonnen. Feuerwehrleute aus Schemmerhofen haben sich beim Bußakt, der Lesung und den Fürbitten mit in den Gottesdienst eingebracht. Der Musikverein Schemmerhofen begleitete den Gottesdienst musikalisch. Die Nächstenliebe und für Andere dazu sein war ein zur Feuerwehr passendes Thema beim Gottesdienst. Pfarrer Krug erbat vor dem Schlusssegen die Hilfe von Gott mit den Worten: "Herr, rund um die Uhr sind die Feuerwehrleute im Einsatz, um vielfältige Gefahren für Menschen und Sachwerte abzuwenden. Wo andere heraus flüchten, müssen sie hinein. Gib, dass sie ruhig bleiben können, wenn andere verzweifelt sind und helfen können wo andere hilflos sind". Nach dem Gottesdienst segnete der Pfarrer das geschmückte, auf dem Vorplatz abgestellte neue Hilfsleistungsfahrzeug.

Bei der anschließenden Feier in der Mühlbachhalle sagte Bürgermeister Mario Glaser in seiner Festrede: „Heute ist ein Freudentag für die Feuerwehr in Schemmerhofen". Schon als das HLF Ende Mai im Feuerwehrhaus präsentiert wurde, habe er in den Augen der Feuerwehrleute Glücksgefühle gesehen. Die Gemeinde hat für das Fahrzeug rund 345 000 Euro aufgewandt. Vom Land Baden-Württemberg gab es einen Zuschuss in Höhe von 80 000 Euro. Um den Feuerwehren die Ausrüstung für alle Rettungseinsätze zur Verfügung zu stellen, wende die Gemeinde jährlich etwa 200 000 Euro auf.

Landtagsabgeordneter Thomas Dörflinger nannte das HLF 10 einen „Prachtburschen“. „Feuerwehren kosten sehr viel Geld, aber es sind Investitionen in ihre Sicherheit, von der sie im Ernstfall alle profitieren", sagte Dörflinger zu den Gästen gewandt. Das Land sei sich der großen Bedeutung der Feuerwehren bewusst.
 
Ausgetüftelte Beladung
 
Herbert Glutsch der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes sagte: „Es ist wichtig, dass bei einem Einsatz die richtigen Gerätschaften zur Verfügung stehen. Das neue Fahrzeug hier kann sich sehen lassen. Es ist ein tolles Hilfeleistungsfahrzeug mit einer für Schemmerhofen ausgetüftelten Beladung“. Aufgrund der stark gestiegenen Einsatzzahlen sei solch ein Fahrzeug sehr wichtig. Im Jahr 2018 habe es im Landkreis Biberach 2163 Feuerwehreinsätze gegeben, ließ Glutsch wissen. Mit dem Leitspruch: „Gott zur Ehr – dem Nächsten zur Wehr“ schloss er sein Grußwort.

Kommandant Martin Musch bedankte sich bei Bürgermeister Glaser und allen, die an diesem Projekt mitgewirkt haben. Die stetig steigenden und anspruchsvoller werdenden Einsätze im Bereich der technischen Hilfeleistung zeigten deutlich, die Notwendigkeit ein solches Fahrzeug anzuschaffen. Nach der Feier sagte Musch: „Es ist heute ein Freudentag für uns. Das neue Fahrzeug dient der Aufwertung aller Feuerwehren in der Gemeinde Schemmerhofen“.

Copyright Schwäbische Zeitung - Ausgabe Biberach vom 17.9.2019

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