Prof. Dr. Otto Wulff in Laupheim - 24.2.16

Bundesvorsitzender der CDU Senioren Union für generationengerechte Politik

Optimistisch, zukunftsweisend und lösungsorientiert – das sind Begriffe, die der Bundesvorsitzende der CDU Senioren-Union, Prof. Dr. Otto Wulff, mehr von Politikern hören möchte. Prof. Wulff, Jahrgang 1933, sprach mit beeindruckendem Elan und Wortwitz im Kolpinghaus Laupheim vor über 50 Senioren und Jugendlichen. Er war vom Landtagskandidaten Thomas Dörflinger eingeladen worden.

Wulff ist überzeugt, dass wir Erfolg in allen Lebensbereichen haben können, wenn sich die Visionen der Jugend mit dem Erfahrungswissen und der Zuverlässigkeit der Älteren verbinden. Aber wo ist die Jugend? Was nützen die besten Kinderspielplätze, wenn die Menschen statt mit Kindern an der Hand mit Hunden an der Leine spazieren gehen? Wulff spricht sich dafür aus, dass berufstätige Frauen nicht mehr aus unserer Gesellschaft wegzudenken nd deren Arbeit für die Stabilität des Landes unverzichtbar sind. „Also müssen wir ihnen besser helfen, Beruf und Erziehung der Kinder in Einklang zu bringen“. Genauso aber darf aus Gründen der Gerechtigkeit jenen Frauen keine Hilfe vorenthalten werden, die ausschließlich in der Familie ihre Kinder erziehen wollen. Er plädiert für das „Familiengeld Baden-Württemberg“.

Der Kindererziehung folgt die Aus- und Weiterbildung. Baden-Württembergs Wirtschaft ist angewiesen auf gut geschulte und ausgebildete Menschen in mittelständischen und Industriebetrieben. Prof. Wulff ist überzeugt, dass beste Bildung in allen Bevölkerungsschichten der einzige Schlüssel für Erfolg ist. 800 Mio. junge Menschen in den Entwicklungsländern werden künftig mit unseren Facharbeitern und Ingenieuren um die besten Arbeitsplätze und - leistungen konkurrieren. Nur wenn wir mehr in (Aus)Bildung investieren, werden wir in unseren heimischen Arbeitsmärkten und am Weltmarkt bestehen können. „Das Abitur und die Meisterprüfung müssen den gleichen Stellenwert haben“, so Wulff.

Ein Schwerpunkt der sehr bemerkenswerten, mit häufigem Beifall bedachten Rede von Prof. Wulff galt natürlich den Senioren, dem „Rückgrat der Gesellschaft“. So forderte er mehr Gesundheits-Vorsorge „Heute wird zu viel Geld in die Krankheitsbehandlung gesteckt anstatt Krankheiten durch Gesundheitsmaßnahmen vorzubeugen“. Auch müssen alle das Alter diskriminierende Gesetze und Verordnungen verschwinden. „Warum wird jemand, der noch völlig gesund und leistungsfähig ist, in den Altersruhestand geschickt?“ Alt und Jung können voneinander profitieren - die einen bringen Wissen und Erfahrung ein, die anderen ihre Dynamik, Kreativität und Ideenfähigkeit - ein idealer Generationen-Mix.

Abschließend bemerkte Wulff zur bevorstehenden Landtagswahl „Optimisten wählt man“. Menschen müssen Politik verstehen, man muss ihnen Ängste nehmen. „Dann sind sie bereit Opfer zu tragen, wie sich in der enormen Hilfsbereitschaft gegenüber Flüchtlingen überall zeigt. Ich bewundere die Ehrenamtlichen“. Leider gibt es immer wieder Brandstifter und Ewiggestrige, die aus Dummheit die Werte Europas nicht zu schätzen wissen und Menschen in Not erschießen wollen. Unsere Aufgabe muss sein, europäische Lösungen der Flüchtlingskrise zu finden und vor allem die Ursachen für Not und Verfolgung zu bekämpfen.

Bei allem guten Willen und Unterstützung für Flüchtlinge machte Prof. Wulff unter dem Beifall der Anwesenden unmissverständlich klar: Wer bei uns leben will, für den gilt unser Grundgesetz, unsere Werteordnung und unsere Sprache.

Text von Jürgen Weber

© Fotos von Burkhard Volkholz

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