Milchmenge muss reduziert werden - 21. 6.16

Gemeinsames Arbeitsgespräch zur Milchpreiskrise bringt Einigkeit

„Auch im Kreis Biberach ist die Existenz vieler Milchbauern durch den anhaltend tiefen Milchpreis bedroht. Ein Paket an kurzfristig krisenüberbrückenden Hilfen und langfristig wirksamen Gegenmaßnahmen sind dringend notwendig, damit die Betriebe künftig wieder wirtschaftlich produzieren können“, stellt CDU-Landtagsabgeordneter Thomas Dörflinger fest. Daher hat er zu einem regionalen Arbeitsgespräch mit Milchbauern sowie Vertretern des Bauernverbandes, des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter und der Milchwerke Schwaben eingeladen, um über Lösungsansätze zu diskutieren.


Deutlich wurde, dass alle Gesprächspartner das gleiche Ziel zur Überwindung der Krise verfolgen: die Verringerung der Milchmenge auf dem Milchmarkt. Einigkeit bestand auch darin, dass die Bauern ebenfalls ihren Beitrag zur Mengenreduzierung leisten müssten. „Es freut mich, dass sich die Milchbauern in diesen Ansatzpunkten zur Entschärfung der komplexen Milchpreiskrise einig sind. Auf dieser Basis kann nun sachlich und lösungsorientiert über konkrete Umsetzungsschritte diskutiert werden“, so Dörflinger.

Noch keine Einigung konnte zwischen den Gesprächspartnern erreicht werden, welcher nun der „richtige“ Weg sei, um den Landwirten eine langfristige Existenz zu sichern. Neben einer möglichen Mengenregulierung von staatlicher Seite, beispielsweise durch eine zeitlich befristete Reduzierung der Milchanlieferung aller Betriebe oder mit Ausstiegsprämien, wurden auch denkbare Modelle zwischen Bauern, Molkereien und Handel angesprochen, mit denen - zumindest regional - die Milchproduktion reduziert und dadurch der Milchpreis stabilisiert werden könnte.


„Die Bauern, ihre Verbände und die Molkereien haben nun die Aufgabe, konkrete Umsetzungsvorschläge gemeinsam zu entwickeln. Die Zeit drängt!“, fordert Dörflinger. Alle Teilnehmer waren überzeugt, dass auch der Verbraucher mit seiner Produktwahl einen nicht unbedeutenden Einfluss auf die Milchpreise habe. Wer weiterhin eine Vielfalt an landwirtschaftlichen Betrieben in der Region haben wolle, egal ob konventioneller Betrieb oder Bio-Hof und unabhängig von deren Größe, müsse für gute Qualität auch einen angemessenen Preis bezahlen.

Einig bei der Milchmengenreduzierung (v.l.n.r.): Thomas Dörflinger MdL, Christa Arnold, Joachim Barth (Kreisvorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter Biberach), Karl Endriß (stellv. Vorsitzender Bauernverband Biberach-Sigmaringen), Gerhard Glaser (Kreisobmann Bauernverband Biberach-Sigmaringen), Anton Köberle (Vorstandsvorsitzender Milchwerke Schwaben), Norbert Huchler, Karl Laible (Geschäftsführer Milchwerke Schwaben), Klaus Burger MdL, Niklas Kreeb (Kreisgeschäftsführer Bauernverband Biberach-Sigmaringen).

© Foto von Daniel Jenewein

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