Thomas Dörflinger setzt sich für Stärkung des Bürgermeisteramtes ein - 20.12.21

Foto: privat

Auch wenn das Thema auf den ersten Blick humorvoll erscheint, so hat dies doch einen ernst gemeinten Hintergrund. Was haben die Kindersendungen Bibi Blocksberg, Benjamin Blümchen oder Paw Patrol mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern in unserem Land zu tun?

Für Thomas Dörflinger, CDU-Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Biberach, ist hier der Punkt: „Was bei Bibi Blocksberg der ‚Bürgermeister Bruno Pressack‘ war, ist heute bei Paw Patrol der ‚Bürgermeister Besserwisser‘. Auch heute zeichnen Trickfilmserien oder Film-Produktionen - wie zum Beispiel ‚Hindafing‘ - ein verzerrtes Bild über die Arbeit und vor allem die Charaktereigenschaften von Bürgermeistern.

In vielen Fernsehproduktionen kümmern sich die dargestellten, meist männlichen Bürgermeister vornehmlich um den eigenen Geldbeutel, sind korrupt und stecken häufig in dubiosen Immobiliengeschäften. In dieser Fülle geht mir das zu sehr an der Realität vorbei. Denn gerade die Bürgermeister haben für unser Leben und Arbeiten vor Ort eine immense Bedeutung. Sie kümmern sich darum, dass es uns in den Städten und Gemeinden gut geht. Das ist eine herausfordernde und verantwortungsvolle Aufgabe, der die Amtsträger in unserer Region aus meiner Sicht gerecht werden. Wir brauchen gute Leute für diese Aufgaben. Ich weiß, dass es viele Bürgermeister oftmals nicht leicht haben und mit fehlendem Respekt, Diffamierungen und gar Bedrohungen konfrontiert werden.

Um dies nicht noch durch negativ skizzierte stereotypische Darstellungen der Bürgermeister in Film und Fernsehen zu befeuern, habe ich mich mit einer Anfrage an die Landesregierung gewandt.“ In ihrer Antwort bekräftigt die Regierung den wichtigen Status eines Bürgermeisters. Zudem belegt sie zahlenfaktisch, wie sich Ansehen und Respekt gegenüber den Bürgermeistern seit 1984 entwickelt haben. Im Jahr 1984 antworteten auf die Frage „Finden Sie, dass Bürgermeister in Deutschland das ihnen zustehende Ansehen genießen?“ noch 93,3 Prozent der Befragten mit „Ja“, im Jahr 2015 nur noch 69,2 Prozent. Dennoch befände man sich aktuell wieder auf dem richtigen Weg. Nach einer Forsa-Umfrage aus dem Februar 2021 etwa haben kommunale Institutionen und insbesondere auch Bürgermeisterinnen und Bürgermeister zuletzt wieder merklich Vertrauen zurückgewonnen.

„Beim Vertrauen ist noch Luft nach oben. Es ist wichtig und richtig, dass die Landesregierung negativen gesellschaftlichen Entwicklungen wie fehlendem Respekt, Diffamierungen oder gar Bedrohungen gegenüber Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern oder anderen Personen des öffentlichen Lebens entschieden entgegentritt“, sagt Dörflinger. Der Kabinettsausschuss „Entschlossen gegen Hass und Hetze“ und die auf den Weg gebrachte Task Force sei ein sinnvoller Ansatz, um zielführende Maßnahmen voranzutreiben. Am Herzen läge Dörflinger hierzu vor allem auch die Medienbildung an den Schulen, damit die Kinder und Jugendlichen einen selbstbewussten, reflektierten und verantwortungsvollen Umgang mit den unterschiedlichen Medien lernen würden.

Thomas Dörflinger sieht sich in seiner Position gestärkt: „Wir brauchen lebendige Kommunen. Dazu benötigt es Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, die mit Vertrauen und dem notwendigen Respekt aus der Bevölkerung ihre so wichtige Arbeit für uns alle voranbringen können. Ich werde auch weiterhin unsere Bürgermeister im Landkreis tatkräftig stützen und unterstützen“.

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