Landkreis Biberach für Modellprojekt zum Bibermanagement vorgesehen - 20.12.19

Herausforderung Biber:

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Angenagte Bäume und aufgestaute Bäche zeigen dem aufmerksamen Betrachter: Der Biber hat sich im Landkreis Biberach in den vergangenen Jahren stark ausgebreitet. Die hohe Populationsdichte des Bibers in unserer Region führt auch zu Konflikten mit dem Menschen, beispielsweise durch Beeinträchtigungen von Hochwasserschutzmaßnahmen oder die Überflutung von land- und forstwirtschaftlichen Flächen.
 
„Eine breite Akzeptanz des Bibers in der Bevölkerung ist darauf angewiesen, dass schwerwiegende Konflikte schnell, wirksam und nachhaltig gelöst werden. Wichtig ist mir, dass die Grundstücksbesitzer sowie die Gemeinden mit den Einschränkungen und Schäden nicht alleine gelassen werden“, sagt CDU-Landtagsabgeordneter Thomas Dörflinger.     
 
Die Antwort des Umweltministeriums auf eine Kleine Anfrage des CDU-Landtagsabgeordneten Thomas Dörflinger zeigt, dass sich die Biberpopulation im Landkreis Biberach in den letzten zehn Jahren von rund 220 auf 1.050 Biber in etwa verfünffacht hat. Die Anzahl der Biberreviere steigerte sich im gleichen Zeitraum von rund 60 auf etwa 300. Insgesamt bewertet das Ministerium den Landkreis Biberach als besonders konfliktträchtig, zumindest was den Biber betrifft.
 
Zur Lösung dieser Konflikte hat das Land bereits 2004 ein sogenanntes Biber-Management eingeführt. „Angesichts der besonders konfliktträchtigen Biber-Reviere in unserem Landkreis ist eine Weiterentwicklung des Biber-Managements dringend geboten. Daher werde ich mich weiter einsetzen, dass der Landkreis Biberach tatsächlich in das Biber-Modellprojekt des Landes aufgenommen werden wird. Als Teil des Modellprojektes könnten bereits zeitnah Konfliktlösungen in unserem Landkreis entwickelt und angewendet werden, die über die bisherigen Maßnahmen hinausgehen. Das würde den Betroffenen konkret helfen“, sagt CDU-Landtagsabgeordneter Thomas Dörflinger.
 
Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft und das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz arbeiten derzeit an der Detailplanung und -abstimmung des Modellprojektes. Ob im Rahmen des Projekts eine systematische Erhebung und Bewertung der durch Biberaktivitäten verursachten Konflikte sowie Schäden in der Donauregion erfolgen wird, wie Dörflinger anregt, ist noch nicht entschieden. „Ein Verweis auf mangelnde Daten zu den durch den Biber verursachten Schäden und Kosten entbindet nicht davon, wirksame und nachhaltige Lösungen für schwerwiegende Konfliktfälle mit dem Biber voranzutreiben. Denn diese Probleme im Landkreis Biberach sind eine Tatsache und müssen gelöst werden“, sagt Dörflinger.

(Pressemitteilung von Thomas Dörflinger MdL vom 20.12.2019)

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