Handwerkerschaft Bodenseekreis trifft Thomas Dörflinger - 30.4.19

Handwerkspolitischer Sprecher der CDU Landtagsfraktion

(vlnr.): stellv. Kreishandwerksmeister Günter Gebauer, Kreishandwerksmeister Christof Binzler, Tobias Plümer, Thomas Dörflinger, OM Klaus-Peter Pfau, OM Christof Hartmann- © Foto: Handwerkerschaft Bodenseekreis

Die Kreishandwerkerschaft Bodenseekreis setzte am vergangenen Dienstag die regelmäßigen politischen Gespräche fort. Kreishandwerksmeister Christof Binzler hatte hierzu den handwerkspolitischen Sprecher der CDU Landtagsfraktion Thomas Dörflinger nach Friedrichshafen eingeladen. Nach der Ablehnung einer Meisterprämie durch die Regierungskoalition in Stuttgart war dies natürlich Thema Nummer 1. An dieser Entscheidung übte der Kreishandwerksmeister deutliche Kritik. Er kämpft seit Jahren dafür, Ausbildung und akademische Bildung gleichzustellen. Thomas Dörflinger bezog dazu eine klare Position. Er habe sich in den vergangenen Wochen intensiv für die Einführung der Meisterprämie eingesetzt. Dazu stehe auch seine Fraktion, weshalb ein entsprechendes Budget auch im Entwurf des nächsten Doppelhaushaltes stehen werde.

Über den aktuellen Fachkräftemangel kamen auch die aktuell fehlenden und immer teurer werdenden Wohnungen zu Sprache. Ein Teuerungsfaktor seien dabei auch immer strengere Vorgaben durch die Landesbauordnung. Diese müsse dringend vereinfacht und entschlackt werden, forderten die Obermeister der Stuckateur- und der Zimmerer-Innung, Klaus-Peter Pfau und Christof Hartmann. Ziel sei es, die Änderung und Vereinfachung der LBO bis zum Herbst 2019 durchzubringen, so Dörflinger. Wie schwierig es sei ein Gesetzgebungsverfahren durchzubringen, machte er mit dem Hinweis deutlich, dass zur LBO-Änderung rund 150 Verbände mit zum Teil völlig kontroversen Forderungen gehört wurden.

Geschäftsführer Georg Beetz sprach noch das Thema Bürokratieabbau an. Als Beispiel nannte er regelmäßige statistische Erhebungen, die einen Metzgereibetrieb nicht nur zeitlich sondern auch finanziell nicht unerheblich belasten. Hier bat Dörflinger um konkrete Hinweise, um im neu geschaffenen Normkontrollrat einer überbordenden Bürokratisierung entgegenwirken zu können.


Abschließend machten die Handwerksvertreter deutlich, dass die Betriebe im Bodenseekreis nach wie vor gut ausgelastet seien. Ein Nachfragerückgang sei aktuell noch nicht spürbar. Für das Handwerk sei es jedoch für die Zukunft von großer Bedeutung, dass sowohl die Gesellschaft wie die Politik der dualen Ausbildung die gleiche Wertschätzung entgegenbringen, wie der akademischen Bildung.

(Pressemitteilung Kreishandwerkerschaft Bodenseekreis vom 30.4.2019)