Hoher Zuschuss für schnelles Internet - 25.5.17

Projekte im Unlinger Ortskern und in den Teilgemeinden können weiter ausgebaut werden

Freuen sich gemeinsam über den fortschreitenden Breitbandausbau (von links): Innenminister Thomas Strobl, Bürgermeister Richard Mück und Landtagsabgeordneter Thomas Dörflinger. Foto: Innenministerium BW

Unlingen tz/sz Große Freude herrschte im Gemeinderat Unlingen, als Bürgermeister Richard Mück dem Gremium den kürzlich empfangenen Bewilligungsbescheid für einen Zuschuss über 450 000 Euro für die Breitband-Projekte in Unlingen präsentierte. Bereits begonnene Ausbauarbeiten des Kabelnetzes für schnelles Internet können nun zügig fortgesetzt werden.

Die Gemeinderäte wussten, dass Bürgermeister Richard Mück im Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration in Stuttgart weilt. Dort plante Innenminister Thomas Strobl, verschiedenen Bürgermeistern persönlich die bewilligten Förderbescheide für den Breitbandausbau in ihren Gemeinden in Form von respektablen Urkunden zu überreichen. Dass Mück danach pünktlich zur Unlinger Gemeinderatssitzung kommen konnte, war nicht vorhersehbar und umso mehr ein Grund der Freude.

„Für unseren Antrag auf Bezuschussung des Breitbandausbaus in der Gesamtgemeinde Unlingen im förderfähigen Umfang von 509 200 Euro haben wir gut 450 000 Euro Zuschuss bekommen“, verkündete Mück sichtlich bewegt. Strahlend zeigte er das von Strobl unterzeichnete Dokument und blickte damit in durchweg erfreute Gesichter der Ratsmitglieder. Der Gesamtumfang des Breitband-Projekts weist zwar eine Größenordnung von weit über 600 000 Euro auf, doch „ mit dieser Zusage an finanzieller Unterstützung des Landes können wir mehr als zufrieden sein.“

Der Antrag auf finanzielle Zuwendung zum Breitbandausbau in Unlingen wurde bereits Ende 2015 gestellt. Auf Grund einer erteilten Unbenklichkeitsbescheinigung durch das Land konnte mit dem Ausbau in Teilbereichen bereits begonnen werden, bevor eine gewährte Förderung als finanzielle Absicherung ausgesprochen worden war.

„Nun können nach dem Rückbau der Ortsdurchfahrt Unlingen vor allem im Ortskern weitere Maßnahmen im Frühjahr 2018 in Angriff genommen werden“, stellte Mück fest. Kanal und Wasserleitung werden dort neu verlegt, überall sollen Leerrohre für Hausanschlüsse mitverlegt werden. Von Uigendorf bis Dietelhofen ist bereits eine neue Verbindung erfolgt, von Dietelhofen bis Möhringen konnten Leerrohre in Zusammenarbeit mit Baumaßnahmen der EnBW verlegt werden. Nun gelte es, den Lückenschluss zwischen Möhringen und Unlingen in Angriff zu nehmen. „Mit gesicherter Finanzierung im Rücken können solche großen Projekte leichter gestemmt werden“, bilanzierte Mück.

„Ich freue mich mit den Menschen in der Gemeinde Unlingen über diese Förderung, denn schnelles Internet gehört heute einfach zur Grundversorgung“, sagt CDU-Landtagsabgeordneter Thomas Dörflinger, der bei der Übergabe in Stuttgart anwesend war. Gerade für den ländlichen Raum seien mit der Digitalisierung große Chancen verbunden, verhältnismäßig hohe Datenübertragungsraten seien aber eine Voraussetzung dafür.

„Standortnachteile für die Menschen und die Wirtschaft können ausgeglichen werden, so Dörflinger. Das trage zur Sicherstellung und zum Ausbau von Arbeitsplätzen sowie der gesellschaftlichen Teilhabe führt. „Beim Breitbandausbau geht es also um nichts Geringeres als um die Zukunftsfähigkeit unserer Region.“

Das Land Baden-Württemberg unterstützt mit der Breitbandförderung Gemeinden, in denen private Telekommunikationsanbieter keinen eigenen Ausbau anstreben. Dies ist vorwiegend im ländlichen Raum der Fall. Bei der Übergabe am Montag wurden insgesamt 37 Förderbescheide mit einem Gesamtvolumen von etwa 8,6 Millionen Euro übergeben. 2017 will das Land insgesamt einen dreistelligen Millionenbetrag in den Ausbau des schnellen Internets investieren. Dörflinger betont: „Diese Fördergelder sind gut angelegt, denn die zu übertragenden Datenmengen steigen stetig.“

Copyright Schwäbische Zeitung, Ausgabe Riedlingen - 25.05.2017