Der Mittelstand im Fokus - 20.1.16

CDU-Kandidaten und Vertreter aus der Wirtschaft besuchen die Firma Utz in Ochsenhausen

Geschäftsführer Rainer Utz (li) und eine Mitarbeiterin erklären CDU-Landtagskandidat Thomas Dörflinger (Zweiter von links), wie die Waren eingelagert werden. SZ-Foto: Tobias Rehm

Von Tobias Rehm

Ochsenhausen - Rund 40 Vertreter aus Politik und Wirtschaft sind am Montag bei der Firma Utz in Ochsenhausen zu Gast gewesen. Eingeladen hatten der Ochsenhauser Lebensmittel-Großhandel gemeinsam mit der CDU, die unter anderem durch Landtagskandidat Thomas Dörflinger, Zweitkandidatin Alexandra Scherer und den Landtagsabgeordneten Reinhard Löffler vertreten war. Bei einer Betriebsbesichtigung stellte Geschäftsführer Rainer Utz sein Unternehmen vor. Darüber hinaus wurde viel diskutiert - unter anderem über die aktuellen Herausforderungen des Mittelstands.

Wie diese bei der Firma Utz aussehen, erklärte Rainer Utz. Vor allem die Infrastruktur bringe das Unternehmen, das in der Zwischenzeit 95 Mitarbeiter hat, an "logistische Grenzen". Speziell die - mangelhafte - Ost-West-Verbindung hemme die Firma in ihrer Entwicklung, so der Geschäftsführer. Beim Thema Dorfläden merkte Utz an, dass in Bayern die Politik viel früher damit begonnen hätte, diese zu unterstützten. "In Baden-Württemberg sehe ich im Bereich der Dorfläden noch Nachholbedarf." Thomas Dörflinger wollte wissen, ob der "sehr schwierige Markt", in dem sich die Firma Utz behaupte, ein Wachstum verzeichne oder durch die Schließung kleinerer Läden eher schrumpfe. Den Teilmarkt, den das Ochsenhauser Unternehmen bediene, betrachte er als schrumpfend, entgegnete Geschäftsführer Utz. "Die Zahl der Ladeneröffnungen kompensiert nicht die der Schließungen."

Anschließend erklärte Rainer Utz den Besuchern zwischen den Hochregallagern alles über Lagerung, Sortiment und Transport. Ein Imagefilm rundete die Firmenpräsentation ab. Thomas Dörflinger und Reinhard Löffler gestalteten den letzten Teil der Veranstaltung. Mit solchen Terminen wolle man ein Signal setzen, dass die Wirtschaft ein wichtiger Partner ist, erklärte Dörflinger. Gerade im Kreis Biberach gebe es eine "tolle Industrie". Doch auch hier stünden die Wirtschaft und der Mittelstand vor großen Problemen. "Weil sich die Unternehmen nicht mehr beliebig ausweiten können." Die Flächennutzungspläne würden dies einschränken. "Wir müssen dafür sorgen, dass ein Betrieb aus sich heraus wachsen kann."

Reinhard Löffler, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion und Landesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU Baden-Württemberg, sprach in seinem Vortrag zahlreiche Themen an: Griechenland, Engergiepolitik - und natürlich Flüchtlinge.

In der abschließende Fragerunde wollte Wilfried King, Vorsitzender des örtlichen Gewerbevereins, von Löffler wissen, was geplant sei, um die Strukturen im ländlichen Raum zu verbessern. Löffler sagte, es gelte, die Defizite im Bereich der Straßen aufzuarbeiten, primär sei der Ausbau der Breitbandversorgung. "Hier gibt es im ländlichen Raum noch eine Menge Potenzial."

Copyright Schwäbische Zeitung, Ausgabe Biberach - 20.1.2016

Um diese Website für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend zu verbessern, verwenden wir Cookies.

Weiterführende Informationen erhalten Sie in der Datenschutzerklärung