Gute Nachricht für B312-Ausbau - 21.7.16

Gute Nachrichten für B312-Ausbau, schlechtes Zeugnis für Straßen-Planung

Das Ziel „Ortsumfahrung“ ist endlich in greifbarer Reichweite. Foto: wbr

Rolle rückwärts beim Ausbau der B312. Plötzlich sind die Ortsumfahrungen von Ringschnait, Ochsenhausen, Erlenmoos und Edenbachen wieder im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans.

Biberach – War alles nur ein schlechter Scherz? Ein Alptraum, aus dem viele (Politiker, Unternehmer und Bürger) schweißgebadet, aber letztendlich erleichtert aufwachen? Mitte März dieses Jahres erschien der Ausbau der B312 plötzlich nicht mehr im „vordringlichen Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans. 15 Jahre Warten hätte das bedeutet. In seltener Einigkeit und über alle Parteien-, Orts- und Gremiengrenzen hinweg wurde anschließend versucht, das Projekt wieder hochzustufen. Mit Erfolg, wie jetzt herauskam.

Die Biberacher Bundestagsabgeordneten Josef Rief (CDU) und Martin Gerster (SPD) bestätigten unisono die Existenz einer entsprechenden Liste aus dem Bundesverkehrsministerium. „Das Schützenfest beginnt mit einer sehr guten Nachricht“, freute sich Rief. Und sein Kollege Gerster sprach von einer „großen Freude nach einem echten Nervenkrieg.“ Ist also alles wieder gut? Haben sich alle wieder lieb? Biberachs Landtagsabgeordneter Thomas Dörflinger (CDU) hat Bedenken.

„Das ist wirklich eine gute Nachricht, die mich sehr freut.“ Doch Dörflinger sieht ein grundsätzliches Problem in Baden-Württemberg.  „In den vergangenen fünf Jahren wurden in Baden-Württemberg kaum mehr Bundesstraßenbauprojekte durch das Land zur Baureife geführt. Und wer nicht plant, kann die Mittel vom Bund auch nicht abrufen“, erklärt er als Mitglied des Verkehrsausschusses. Bayern zum Beispiel plane immer deutlich über dem eigenen Bedarf und erhielte dann jene Mittel, die andere Bundesländer, wie aktuell Nordrhein-Westfahlen, nicht nutzen. „Das darf uns nicht passieren! Und deshalb müssen wir den Verkehrsminister Hermann immer wieder erinnern, wie wichtig für uns die B312, aber auch alle anderen Straßenbauprojekte im Landkreis sind“, mahnt Dörflinger.

Copyright Wochenblatt Biberach vom 21. Juli 2016

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