Land erleichtert Ausweisung von Wohnbauflächen - 15.2.17

Ausreichender und bezahlbarer Wohnraum ist auch im Landkreis Biberach gefragt. Beim Abbau von Hürden bei der Wohnraumschaffung sind wir einen großen Schritt vorwärts gekommen, zum Wohl der Häuslebauer, Wohnungssuchenden und Kommunen, so CDU-Landtagsabgeordneter Thomas Dörflinger als Mitglied des Ausschusses für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau.

Die Gemeinden können zukünftig ihren dringend benötigten Bedarf an Wohnbauflächen bei der sogenannten Plausibilitätsprüfung einfacher nachweisen. Flächen, die im Flächennutzungsplan bereits ausgewiesen, aber nicht für eine Baurealisierung geeignet sind, können bei dringendem Bedarf an Wohnbauflächen ohne komplizierte Erhebungen gegen andere Flächen getauscht werden. Damit haben wir ein Mehr an notwendiger Flexibilität im Verfahren geschaffen, so Dörflinger. Vor allem aber die nun mögliche Berücksichtigung der tatsächlichen Bevölkerungsentwicklung beim Prüfverfahren, wie sie von den Städten und Gemeinden schon lange gefordert wird,  sei eine klare Verbesserung. Bisher wurde der Flächenbedarf auf Basis prognostizierter Bevölkerungsentwicklungen errechnet, die zum Teil sehr deutlich von der tatsächlichen Entwicklung abweiche.

Wichtig ist uns, dass ein Zuwachs an Wohnraum stets in einem sachgemäßen Verhältnis zur Innenentwicklung der Städte und Gemeinden steht. Die Schaffung von Wohnraum muss daher immer den Schutz von Natur und Landschaft im Auge behalten, so Dörflinger.

Unsere Region profitiere zudem von der Ausweitung der Landeswohnraumförderung, da Fördermittel nun neben Ballungszentren und Städten auch für den ländlichen Raum beantragt werden können. Mit dem Programm werden nun alle Wohnungssuchenden landesweit unterstützt. Für 2017 stehen 250 Millionen Euro zur Verfügung mit dem klaren Schwerpunkt auf dem sozialen Mietwohnbau.  

Die Erleichterungen bei der Ausweisung neuer Wohnflächen und die Ausweitung der Landeswohnraumförderung ergänzen sich bei der Schaffung von ausreichendem und bezahlbarem Wohnraum. Das wird sich auch im Landkreis Biberach positiv auswirken, so Dörflinger abschließend.