Gastgewerbe im Landkreis Biberach: Unterstützung für Dorfgaststätten gefordert - 16.10.18

(von links): Thomas Dörflinger MdL, Minister Guido Wolf MdL, Alfons Heinzelmann, Siegfried Sax, Andrea Malmer, DEHOGA-Vorsitzender Ludwig Zwerger.

© Foto von Robin Schray

Die Gastronomen im Kreis Biberach fordern den Einsatz des Landes zum Erhalt der Dorfgaststätten. Ludwig Zwerger, Kreisvorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA, und weitere Gastronomen und Hoteliers aus dem Landkreis Biberach nutzten jüngst den Oberschwabenbesuch des für ihre Branche zuständigen Ministers Guido Wolf, sich über die Anliegen und die Zukunft des Gastgewerbes in der Region auszutauschen.
 
Gerade die Dorfgasthäuser, meist Familienbetriebe, würden derzeit noch die Gastronomie im Landkreis Biberach prägen. Es bestünde aber Grund zur Sorge um deren Fortbestand. Minister Wolf betonte, dass sich das Land der Bedeutung der Dorfgasthäuser gerade für das gesellschaftliche Leben in ländlich geprägten Regionen sehr bewusst sei und diese auch unterstütze. So lege das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) für 2019 ein besonderes Augenmerk auf Dorfgasthäuser. Zudem entwickle sein Ministerium federführend mit weiteren Fachressorts und der Tourismuswirtschaft eine neue Tourismuskonzeption des Landes, die 2019 vorgestellt werden soll. Hierin würden die Tourismusregion Oberschwaben sowie die Gastronomiebetriebe angemessen berücksichtigt. Denn gute Hotels wie gute Gaststätten würden eine Region für Touristen attraktiv machen.   
 
Als weitere wichtige Herausforderung stuften die Gastronomen den Mangel an Koch-Azubis ein. Diese seien wichtig für die hohe Qualität und Genussgarantie der regionalen Küche. Dem Landtagsabgeordneten Thomas Dörflinger, zugleich handwerkspolitischer Sprecher seiner Fraktion, sei es stets wichtig, dass junge Menschen die berufliche Ausbildung als wirkliche Chance wahrnehmen. Daher gelte es, die hohe Wertigkeit der beruflichen Ausbildung - auch gegenüber dem akademischen Weg - in der Öffentlichkeit zu stärken und für gute Rahmenbedingungen zu sorgen. 
 
Einigkeit herrschte in der Runde, dass die oberschwäbische Region ein wahrer touristischer Schatz  mit einer reichen Angebotsvielfalt für Menschen aus nah und fern sei.